Solosex: Warum es nichts Entspannenderes als ein Bad gibt

Solosex: Warum es nichts Entspannenderes als ein Bad gibt

von Nala, 23

Ich liebe es, mich selbst zu befriedigen. Es gibt nichts Unkomplizierteres und Entspannenderes. Früher hätte ich nicht glauben können, dass ich so etwas einmal sagen würde. Am Anfang war es schlimm mit mir und dem Solosex. Ich hatte meist das Problem, dass ich nicht feucht wurde. Es ist ja schon unangenehm, wenn ein Mann meinen trockenen Kitzler bearbeitet, als wäre er ein kaputter Druckknopf. Da kann man dann aber darauf hoffen, dass er es irgendwann selbst merkt und doch die Zunge (mit ganz viel Speichel) zu Hilfe nimmt. Aber mich selbst wund zu rubbeln, darauf hatte ich wirklich keine Lust.

Erotische Gedanken, Bilder, Filme, etc. - Das alles half bei mir noch nie. Und wenn ich einmal trocken war, kam ich nur schwer wieder in Fahrt. Die ersten Male dachte ich, ich brauche nur ein wenig Übung. Müsse meine Lust „trainieren“. Oft drückte, rieb und kniff ich stundenlang an meiner Klitoris herum, bis ich erschöpft meine Hoffnung auf einen Orgasmus aufgab. Danach war ich sehr enttäuscht und mit der Zeit verlor ich die Lust am „Training“. Nachdem ich mich ein halbes Jahr lang auf diese Weile regelrecht gequält hatte, beschloss ich, dass es so nicht weitergehen könne. Entweder, etwas musste sich ändern, oder ich würde akzeptieren, dass diese Solosex-Nummer bei mir nicht funktionierte.

Heute bin ich froh, dass ich mich damals für die erste Variante entschied. Ganz selten greife ich noch auf die klassische Methode zurück, meist entscheide ich mich aber für effizientere Methoden, wenn ich mich selbst befriedigen möchte. Denn im Gegensatz zu dem Statement, das wir Frauen ständig predigen, wenn sich wieder einmal einer erfolglos abmüht („Es ist doch nicht wichtig, dass ich einen Orgasmus habe.“), finde ich sehr wohl, dass man Selbstbefriedigung mit einer Sportart vergleichen kann. Letztere hat ein Ziel, nämlich zu gewinnen. Und die Selbstbefriedigung hat ebenfalls ein Ziel, nämlich mich zum Orgasmus zu bringen. Und bevor ich nicht gekommen bin, höre ich auch nicht auf. Da bräuchte ich ja sonst gar nicht anzufangen. Übrigens sehe ich das beim Sex ganz genau so. An dieser Stelle vielen Dank an die Männer, die trotzdem aufhören, wenn ich die „Wir haben doch auch währenddessen Spaß, es ist doch nicht schlimm, wenn einer nicht kommt“-Lüge auspacke, um mich vor einer weiteren Tortur zu schützen.

Aber zurück zum Thema. Ich beschloss also, etwas Neues auszuprobieren. Als erstes wollte ich die Badewannen-Variante testen. Ich ließ also warmes Wasser ein und genoss das entspannende Gefühl einige Minuten. Dann kam ich zur Sache. Komischerweise hatte ich - im Gegensatz zur klassischen Selbstbefriedigung mit dem Finger - nie gelesen, was genau ich beim Solosex in der Wanne zu tun hatte. Irgendwie spürte ich es. Ich nahm den Duschkopf, stellte das eine Bein auf den Rand der Badewanne und zog das andere angewinkelt an den Körper. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als der erste Wasserstrahl meine Klitoris berührte. Ich war so erregt, wie ich es nie zuvor war. Langsam führte ich den Wasserstrahl unter Wasser immer wieder zwischen meine Beine und entfernte ihn wieder ein Stück. Durch die Brause-Funktion des Duschkopfes, drangen die sanften Strahlen überall hin. Es fühlte sich wunderbar und zwanglos an. Ich weiß nicht, was feuchter war, ich oder das Wasser. Mit steigender Erregung nahm ich den Duschkopf immer fester zwischen meine Beine. Die Wasserstrahlen berührten jetzt hart meine Vulva und die Klitoris. Der Orgasmus kündigte sich schon Sekunden vorher an. Ich hielt den Strahl konstant direkt auf den Kitzler gerichtet. Als ich umgeben von warmem Wasser kam, explodierte ich innerlich. Einige Minuten ließ ich den Strahl aus weiter Entfernung auf meine durch den Orgasmus empfindliche Klitoris gerichtet. Dann stieg ich aus der Wanne und konnte mein Glück kaum fassen.

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