Der PINO von LELO: Penisluxus – man gönnt sich ja sonst nichts!

Der PINO von LELO: Penisluxus – man gönnt sich ja sonst nichts!

von Max, 26

Sextoys sind mittlerweile kein Neuland mehr für mich. Schon seit der Geburt von LUSTBLUME arbeite ich mit an diesem Projekt. Wenn man tagtäglich damit zu tun hat, stellt sich irgendwann eine leichte Abgestumpftheit ein. Nicht im negativen Sinn, ich finde Sextoys immer noch interessant und benutze sie sehr gerne, jedoch verfliegen die Momente mit der Zeit, in denen man mit einem Schmunzeln im Gesicht, mit offenem Mund oder mit einem Lachanfall vor dem Sortiment eines Online-Shops sitzt. Ein Chocolatier wird vermutlich auch nicht ausflippen, wenn Milka eine neue Sorte mit noch mehr Keks, Crunch und Nüssen ins Regal zaubert. Er wird sie eher in die Hand nehmen, skeptisch hin und her drehen, mit gerunzelter Stirn und zusammengezogenen Augenbraunen daran riechen und vielleicht eine kleine Ecke davon auf seine Zunge legen, die er bedacht und prüfend zergehen lässt.

VERDAMMT, JETZT MUSS ICH ZUM KÜHLSCHRANK!

Zurück zum eigentlichen Thema. Nur hin und wieder gibt es Produkte, die einen überraschen. Der PINO hat das immerhin geschafft. Sehr subtil hat das LELO gemacht, nicht nach der Divise „größer, stärker, geädert und glänzend-schwarz“, sondern eher mit einem kleinen, unerwartetem „wow“ und das fängt nicht erst an, wenn man den Penisring in der Hand hält. Es beginnt mit dem ersten Betrachten der Verpackung.

MACHEN DIE JETZT AUCH LUXUSUHREN?

Normalerweise finde ich, dass die Verpackung eines Sextoys genau 30 Sekunden lang wichtig ist. Ich möchte es Auspacken, ohne dass mich störende Klebestreifen oder Tütchen zur Weißglut bringen, die eher an Kindersicherungen, als an Verpackungen erinnern. Zufrieden bin ich, wenn dann noch ein Aufbewahrungsbeutel dabei ist, damit ich den Rest entsorgen kann. Die Verpackung des PINOs wegzuwerfen, wäre eine Schande. Schon wenn man sich den äußeren Karton ansieht, erinnert er mit seinen erhabenen Ornamenten und dem silber-glänzenden Schriftzug eher an die Schatulle einer Luxusuhr. Sogar die Innenseite des äußeren Kartons ist mit einem Muster bedruckt, das kleine Figuren in diversen Sex-Stellungen zeigt und überraschenderweise trotzdem sehr stylisch aussieht. Reife Leistung, lieber Verpackungsdesigner! Nachdem ich auf angenehm simple Art und Weise die Außenhaut der Verpackung entfernt habe, kommt eine cleane anthrazitfarbene Schatulle mit blauen Nadelstreifen zum Vorschein. Bis auf den dezenten, silbernen LELO-Schriftzug, ist nichts auf den Karton gedruckt. Bis hierhin war es eine hübsche Verpackung und der Chocolatier in mir hat etwas Geschmack gefunden, aber was sich im Inneren befindet, habe ich nicht erwartet. Ich klappe die Schatulle auf und wundere mich über eine Art halben Hemdärmel, an dem ein echter Manschettenknopf angebracht ist. Der Ärmel – sehr schick, in Weiß mit blauem Streifenmuster auf der Innenseite – lässt sich einfach zur Seite legen, darunter befindet sich noch ein Exemplar. Die Manschettenknöpfe sind keine Attrappen und wirken in der dezenten Edelstahl-Optik auch nicht billig.

NICE TRY, LELO!

Ihr habt mich fast gekriegt, aber ich werde vermutlich doch nicht mit eurem Branding an meinen Handgelenken herumlaufen. Nun bin ich im Innenleben angelangt, mein Blick fällt auf eine Metallklammer, ebenfalls mit LELO-Branding. Nochmal auf die Verpackung schauen – ah, ein Money Clip. Nadelstreifen, Manschettenknöpfe, Geldklammer – ihr habt wirklich an alles gedacht, womit ihr die Aufmerksamkeit eines sexhungrigen Business Typen gewinnt. Das einzige Problem, im Gegensatz zu den wohlhabenden Geschäftsmännern, ist es mir wohl kaum möglich noch etwas Geld in euren Money Clip zu stecken, nachdem ich den stolzen Preis für das Liebesspielzeug bezahlt habe. Also eher etwas für besondere Anlässe. Dafür gibt es dann einiges an Zubehör. Aufbewahrungsbeutel, falls man den kleinen PINO mal mit auf Reisen nehmen möchte, Ladekabel, die schon erwähnten Accessoires, ein Päckchen Gleitgel, Bedienungsanleitung und eine Illustration der Tragevarianten (Geschäftsleute haben keine Zeit um Anleitungen zu lesen).

IRGENDWAS WAR DA NOCH

Ja ich weiß! Ihr wollt ja eigentlich nur wissen, was der PINO drauf hat. Aber wenn das Auspacken ausnahmsweise mal so ein Erlebnis ist, dann kann ich das nicht unter „kreatives Packaging“ abhaken. Als ich den Penisring aus der schwarzen, samtigen Einfassung (IST JA GUT, ICH HÖRE GLEICH AUF!) nehme, fällt mir sofort das weiche, seidige Silikon auf. Für einen Penisring wirkt er relativ groß. Alles was ich bisher aus dieser Kategorie besessen habe, lag eher in der Preiskategorie zwei bis zehn Euro. Das größte Problem der Billigprodukte war dabei immer, dass sich die dünnen Ringe aus viel zu elastischem Silikon auch über meinen Kopf gepasst hätten, weil sie sich zu leicht dehnen ließen. Dieses Problem hat der PINO nicht. Er ist aus einem festen Material, sitzt sehr stramm – was das anbringen jedoch ein wenig schwierig macht – und macht insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck. Auch die Wiederverwendbarkeit ist ein großer Pluspunkt. Billige Penisringe sind in der Regel Einwegprodukte. Wenn ich den PINO mit seinem Akku zehnmal auflade, relativiert sich der Preis mit Zeit.

FÜR DIE BUSINESSTYPEN:

Diese Investition senkt eure variablen Kosten und amortisiert sich bereits nach drei sexuell aktiven Monaten. Auch die Effizienz der Maschine ist beeindruckend. Der PINO glänzt mit einer hohen Leistung und geringen Wartungskosten, durch die wirtschaftliche Energieversorgung. Die zahlreichen Vibrationsmodi und Intensitäten lassen jedes Programmiererherz höher schlagen.

Nein, jetzt mal im Ernst. Der PINO hat wirklich eine angenehme Bedienung – wenn man die Knöpfe mal gefunden hat – und lässt sich von einem zarten Kitzeln bis hin zu einem „Ich sitze auf der Bass-Box!“-Gefühl einstellen. Ich habe den Ring zusammen mit meiner Freundin getestet. Ihrem Gesicht nach zu urteilen hat sie es in etwa so empfunden: „Oh…Ohhh…Uuhhhh…Hui…WOW!“ Ich für meinen Teil fand es sehr angenehm, die Vibration überträgt sich durch das feste, nicht so dünne Material vom Vibrationskopf gut auf den Penis. Durch seine Größe verfehlt der PINO auch nicht das Ziel bei der Frau, kann jedoch dadurch etwas unangenehm sein, wenn man etwas zu viel Druck ausübt. Also vorsichtig vorstoßen Jungs! Ebenfalls ein kleiner Kritikpunkt: Nach dem Benutzen muss man das Teil ja auch reinigen. Dem Design geschuldet, ist die Oberfläche nicht durchgehend glatt und mit Silikon überzogen. Kleine Vertiefungen oder Übergänge zur Ladebuchse lassen sich nicht mit einem Wisch säubern. Das Toy ist jedoch Wasserdicht und kann somit ordentlich gebadet werden.

FAZIT

Abschließend kann ich nur sagen, dass der PINO eine gute Investition ist. Die Qualität stimmt, das Design ist einzigartig und er erfüllt seinen Zweck mehr als gut. Ich hatte zwar noch nicht viele teure Penisringe, dieser ist jedoch mit Abstand der beste und ein sehr schönes Partnertoy, was ihr eurem verehrten Business-Gatten zum Hochzeitstag schenken könnt. Und sollte er bei der Verpackung noch nicht ausflippen, dann spätestens wenn ihr ihm den Break-Even-Point berechnet, sollte er den alten Batteriebetriebenen weiternutzen wollen… äh ich meine natürlich wenn ihr den PINO einfach ausprobiert.

VORTEILE

  • sehr außergewöhnliche Verpackung
  • sitzt sehr gut
  • starke Stimulation

NACHTEILE

  • großer Vibrationskopf (kann stören)

Themen: Sexspielzeug

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